Vollmondmeditation

Bedeutung des Vollmondes

Symbol der kosmischen Kundalini von E. Krishnamarc

Symbol der kosmischen Kundalini von E. Krishnamarc

Schon Anfang des Jahrhunderts wies der tibetische Meister D. K. in den Schriften von Alice A. Bailey auf die zunehmende Bedeutung der Vollmond-Meditation im Wassermannzeitalter hin. Inzwischen nutzen unterschiedliche Gruppen in aller Welt die Zeit des Vollmondes als Gelegenheit, höhere Energien zu empfangen und zu verteilen.
Ekkirala Krishnamacharya (ein soiritueller Lehrer, Heiler und Autor zahlreicher Bücher) vermittelt in dem Buch "Meditation zum Vollmond" die spirituelle Bedeutung der Vollmondmedition und gibt Auskunft über die Möglichkeiten der Praxis.

Die Bedeutung des Vollmondes für Meditation und Seelenkontakt
(Auszug aus dem Buch "Meditation zum Vollmond" von Ekkirala Krishnamacharya).

Der Tibeter (Meister D. K.) sagte, dass der Vollmond der beste Tag dafür ist, mit den Meistern Kontakt aufzunehmen. In den Veden steht, dass der Mond der Torweg zwischen Meister und Jünger ist und der Vollmond die Öffnung dieses Tores. Die astralen, ätherischen und mentalen Ströme der Menschheit sind am Vollmondtag maximal magnetisiert und fließen alle in eine Richtung. Das Denkvermögen ist für die Meditation offen, und die Meister sind bereit, in großen Umfang Schüler anzunehmen. Frau H. P. Blavatsky weist daruf hin, dass die beiden Tage vor Vollmond sehr gutr geeignet sind, um von den Meistern Energie zu empfangen. Der Vollmondtag selbst dient dazu, den engen Kontakt aufrechtzuerhalten. Die beiden Tage nach dem Vollmond eignen sich sehr gut zur Verteilung der Energie unter der Bruderschaft.

Die Wiederkunft Christi

Louise Huber

Louise Huber schildert in ihrem Buch "Die Tierkreiszeichen - Reflexionen, Meditationen" in neuartiger Weise die Zusammenhänge der zwölf Tierkreiszeichen mit dem geistigen Entwicklungsweg des Menschen. Anschaulich beschreibt sie die psychologischen Auswirkungen, die Prüfungs- und Wandlungskrisen in jedem Zeichen. Sie vermittelt neue Perspektiven, wie man sich durch spezielle Mediationsformen jeden Monat in die Zeichenqualitäten einschalten kann, in dem grade die Sonne steht. Jeder kann auf diese Weise die zwölf Tierkreiszeichen in sich selbst erleben und für sein persönliches und geistiges Wachstum asuwerten.

Die geistige Hierarchie tritt in Erscheinung

Ostern, Wesak und das Fest des guten Willens

Nach Alice A. Bailey sollen die Vollmondmeditationen in der neuen Weltreligion einen besonderen Platz einnehmen. An den monatlichen Vollmondtagen werden Feierstunden mit rituellen Handlungen abgehalten, wobei es drei große Feiern geben wird, die in drei aufeinanderfolgenden Monaten stattfinden. Diese sind: das Ostefest im April, das Wesak-Fest im Mai und das Fest des guten Willens im Juni. Die übrigen neun Vollmonde haben mit den göttlichen Wesensmerkmalen und deren Entfaltung in der Menschheit zu tun.

Auszug aus dem Buch "Die Wiederkunft Christi" von Alice A. Bailey (Seiten 507 - 509):
Ich möchte die Möglichkeiten solcher geistigen Ereignisse andeuten und versuchen, den Charakter der zukünftigen, von der ganzen Welt gehaltenen Festtage vorherzusagen. Alljährlich wird es drei grosse Feiern geben, die in drei aufeinanderfolgenden Monaten stattfinden und daher während des Jahres zu einer länger anhaltenden geistigen Anstrengung und Aktivität führen, die auch den Rest des Jahres beeinflussen. Es werden dies die folgenden Festtage sein:

1. Das Osterfest.
Dies ist der Festtag des erstandenen, lebendigen Christus, des Lehrers aller Menschen und des Oberhauptes der geistigen Hierarchie. Christus ist der Ausdruck der Liebe zu Gott. An diesem Tag wird die von ihm geführte und geleitete geistige Hierarchie anerkannt und das Wesen der göttlichen Liebe nachdrücklich betont werden. Das Datum dieses Festes wird stets vom ersten Frühlingsvollmond bestimmt; es ist das grosse Fest des Westens und aller Christgläubigen.

2. Das Wesak-Fest.
Dies ist der Festtag Buddhas, des geistigen Vermittlers zwischen dem höchsten spirituellen Zentrum, Shamballa, und der Hierarchie. Buddha ist der Ausdruck der Weisheit Gottes, die Verkörperung des Lichts und der Verkünder der Absichten Gottes. Dieses Fest wird alljährlich auf den Vollmondtag im Mai festgelegt, wie es jetzt der Fall ist. Es ist das grosse Fest im Osten.

3. Das Fest des Guten Willens.
An diesem festlichen Tag wird man des in der Menschheit lebendigen Geistes gedenken, der sich zu Gott hinsehnt und versucht, mit Gottes Willen in Einklang zu kommen. Dieses Fest ist der Bezeigung rechter menschlicher Beziehungen geweiht und fällt jährlich auf den Juni-Vollmondtag. Es wird ein Tag sein, an dem man die geistige und göttliche Natur im Menschen anerkennen wird. Seit zweitausend Jahren repräsentierte Christus an diesem Festtag die Menschheit; er stand an der Spitze der Hierarchie und im Angesicht von Shamballa als der Gott-Mensch, der Führer seiner Getreuen und als der älteste in einer grossen Familie von Brüdern (Römer 8, 29). In jedem Jahr hat er an diesem Tag vor der versammelten Hierarchie die letzte Predigt Buddha's feierlich gesprochen. Dieses Fest wird daher eine Feier tiefer Invokation und Bitten sein, eine Feier fundamentalen Strebens nach Gemeinschaftsgeist, nach menschlicher und geistiger Einheit; es wird dem menschlichen Bewusstsein die Auswirkung des Heilswerkes von Buddha und Christus vor Augen halten.
Diese drei Festtage werden bereits in der ganzen Welt gefeiert, obschon sie noch nicht zueinander in Beziehung gebracht sind; sie bilden ein Teilstück der geistigen Annäherung an Gott, die von der geeinten Menschheit erstrebt wird. Es wird die Zeit kommen, da man in der ganzen Welt alle drei Feste halten wird; mit deren Hilfe wird eine grosse geistige Einheit erzielt werden, und die Auswirkungen des Grossen Advents - der uns jetzt so nahe bevorsteht - werden durch den vereinten Anruf der ganzen Menschheit dieses Planeten gefestigt werden.

Die anderen Vollmondtage werden Anlass zu kleineren Feiern sein, doch werden auch diese als sehr bedeutsam erkannt werden; sie werden ins menschliche Bewusstsein die göttlichen Eigenschaften und Merkmale einpflanzen, so wie es an den drei grossen Festtagen mit den drei göttlichen Aspekten geschieht. Diese Aspekte und Eigenschaften Gottes werden durch ein genaues Studium über die Art und Kraft eines bestimmten Sternbildes oder von Konstellationen, die jene Festmonate beeinflussen, erschlossen und näher bestimmt werden. So wird z.B. das Zeichen des Steinbocks (im Dezember) unsere Aufmerksamkeit auf die erste Einweihung hinlenken, - die Geburt Christi im Inneren des Herzens, - und auf die Schulung hinweisen, die notwendig ist, um im Leben des einzelnen Menschen dieses grosse geistige Ereignis herbeizuführen. Ich führe dieses Beispiel an, um die Möglichkeiten für die geistige Entfaltung anzudeuten, die uns ein rechtes Verstehen dieser Sterneinflüsse vermitteln kann, und um die alten Glaubensbekenntnisse dadurch aufs neue zu beleben, dass man deren grosse und unvergängliche Beziehungen zueinander erweitert.

So werden die zwölf Festtage im Jahr Enthüllungen über die Gottheit erbringen; sie bieten damit die Möglichkeit, Beziehungen zu vermitteln, und zwar in erster Linie während der drei Monate mit den drei grossen geistigen Zentren, den Wesensäusserungen der göttlichen Dreieinigkeit. Die kleineren Feiertage werden die wechselseitigen Beziehungen zum grossen Ganzen betonen und auf diese Weise die Darstellung von Göttlichkeit aus dem individuellen und persönlichen Rahmen heraus in die universalen Weiten der göttlichen Absichten emporheben; die Beziehungen des Ganzen zum Teil und des Teils zum grossen Ganzen wird dadurch voll zum Ausdruck kommen.

Die Menschheit wird also die geistige Machtfülle der Hierarchie, des Reiches Gottes, anrufen; die Hierarchie wird diesen Anruf erhören, und dann werden sich Gottes Pläne auf Erden verwirklichen. Von einer höheren Ebene aus wird die Hierarchie das Zentrum, wo der Wille Gottes thront , anrufen, also Gottes Ratschluss oder Absicht erbitten. Auf diese Weise wird der Wille Gottes durch Liebe verwirklicht und mit Intelligenz offenbargemacht werden; dafür ist die Menschheit reif, und darauf wartet die Erde.

Um es also zusammenzufassen: Auf dem Fundament der von der Menschheit bereits erkannten Grundwahrheit wird die neue Weltreligion aufgebaut werden.
Die Definition von Religion , die sich in Zukunft von grösserer Genauigkeit als jede bisherige Formulierung seitens der Theologen erweisen wird, könnte in folgende Worte gefasst werden:Religion ist die Bezeichnung für den bittenden (invokativen) Ruf der Menschheit und für die daraufhin ausgelöste (evokative) Reaktion oder Antwort auf diesen Hilferuf seitens der grösseren Lebenseinheit.
Ja, Religion besteht eigentlich darin, dass der Teil seine Beziehung zum Ganzen erkannt (und anerkannt) hat sowie in dem ständig zunehmenden Verlangen (seitens der Menschheit, des Teiles ) nach vertieftem Wissen um diese Beziehung; dies erzwingt vom Ganzen die Anerkennung, dass das Verlangen auch tatsächlich gestellt worden war. Religion ist der Ansturm menschlicher Schwingungen, der eigens auf das Grosse Leben (als dessen Teil sich die Menschheit fühlt) gerichtet ist, und - als Erwiderung darauf - der andrängende Einfluss dieser Alles umfassenden Liebe auf die kleineren (schwächeren) Schwingungen der Menschheit. Erst in unseren Tagen kann dieser Ansturm menschlicher Vibration in Shamballa schwach verspürt werden; bisher war deren Stosskraft nur bis zur Hierarchie vorgedrungen. Religion, die Wissenschaft der Invokation und Evokation, - so weit die Menschheit in Betracht kommt - ist im Neuen Zeitalter die Annäherung einer in der mentalen Ebene (oder Gedankenwelt) polarisierten Menschheit. In der Vergangenheit hatte Religion gänzlich den Charakter einer gefühlsmässigen Anrufung; sie betraf das Verhältnis des Einzelmenschen zur Welt der Wirklichkeit, die Beziehungen des suchenden Aspiranten zur Gottheit. Die damals angewandte Technik bestand in folgendem, methodischen Vorgehen: Der Aspirant suchte sich für die Offenbarungen über diese Gottheit entsprechend vorzubereiten, er trachtete nach einer Vervollkommnung, die diese Offenbarungen rechtfertigen oder garantieren würden, er versuchte eine Empfindungsfähigkeit und eine liebende Empfänglichkeit für den Idealmenschen zu entfalten, wie er sich für die heutige Menschheit in Christus verkörpert. Christus kam, um die Epoche dieser gefühlsbetonten Gottsuche, die seit den Tagen von Atlantis bestanden hat, zu beenden. Er zeigte und bewies an sich die geistig erschaute Vollkommenheit und gab dann der Menschheit - in voller Sichtbarkeit - ein Beispiel all der Entfaltungsmöglichkeiten, die bis zu jener Zeit unerweckt im Menschen ruhten. Die Erlangung dieses vollendeten Christus-Bewusstseins, das war das markante Ziel der Menschheit.