10. Postulat



Postulat 10:

Diese siebenfältige Natur ist zum Zweck der Manifestation in die Drei (symbolisiert durch das Dreieck) und die Vier aufgeteilt (symbolisiert durch das Viereck und das gleicharmige Kreuz).



Die Drei ist immer die Triade. Deren grundlegende Bedeutung ist Geist, Seele, Materie. Wir haben auch über die Auswirkung der Drei als Monade, Seele und Persönlichkeit gesprochen. Wir werden die Drei kurz als die Triade der Hauptstrahlen besprechen Strahl eins des Willens, Strahl zwei der Liebe und Strahl drei der Intelligenz.

Als die Eins ist der Geist der göttliche Vater als Schöpfer. Als die Zwei ist der Geist die große Mutter, der Erhalter des Lebens. Aber als die Drei sehen wir die Gottheit, wie sie Formen Leben gibt, und damit stellt die Triade das Wechselspiel zwischen Geist und Seele, männlich und weiblich dar. Man kann daher von der Drei sagen, dass sie die kreative Kraft des Lebens in tätiger Manifestation ist.

Die Vier ist Repräsentant der Verfestigung der Manifestation in all die Myriaden seiner Formen. Die Vier bedeutet Geist, Seele, Materie konkretisiert, also geboren. Sie ist auch die Zahl des Fundamentes, der Struktur und der Wurzeln. Die Vier steht mitten zwischen der Eins und der Sieben, und damit bedeutet sie immer den Wendepunkt in einem Zyklus und den Punkt, an dem die Spannung im Gleichgewicht gehalten wird. Den vierten Strahl nennt man zum Beispiel "Harmonie durch Konflikt". Das vierte Reich der Sieben ist das menschliche Reich, das auf halbem Weg zwischen den drei niederen und den drei höheren Naturreichen steht. Wir werden bald sehen, dass das vierte Chakra das Herzzentrum ist und dass es wie die Menschheit zwischen den drei Zentren des Persönlichkeitsausdrucks und denjenigen der Seele liegt.

Wenn wir drei und vier zusammenzählen - wenn der Geist durch die Geburt seiner Formen das Wechselspiel startet - haben wir einen Manifestationszyklus, eine Sieben. Aber wenn wir drei mit vier multiplizieren, erhalten wir eine andere (besonders für Astrologen) sehr wichtige Zahl, nämlich die Zwölf. Die Multiplikation ermöglicht eine größere Differenzierung der Energie als die Addition. Zwölf zeigt das gesamte Potential an, das sich durch die Verteilung und die Verbreitung der Energie ergibt. Wenn wir jedoch die beiden Ziffern addieren, die die Zahl 12 bilden, bekommen wir (1 + 2) = 3. So ist die Zwölf eine unmittelbare Erweiterung der in der Drei enthaltenen Kräfte, wenn sie mit 4 multipliziert werden, der Zahl der Konkretisierung der Materie. Zwölf gibt einem großen Gefüge Raum und einer Vielfalt von Lebensformen, die sich durch sie verwirklichen. Einige der wichtigeren Zwölfen sind:



die zwölf Zeichen des Tierkreises (die auf den drei Dynamiken, kardinal, fix und beweglich und auf den vier Grundelementen Feuer, Erde, Luft und Wasser beruhen).die zwölf Stämme Israels (ebenso wie die zwölf Propheten und die zwölf Patriarchen)die zwölf Tore des Himmels. die zwölf Apostel Jesu.

Lassen Sie uns zum Abschluss noch eine andere Zahl anführen, die vom astrologischen und metaphysischen Standpunkt aus ganz interessant ist, die Zahl vierundachtzig, entstanden aus der Multiplikation sieben mal zwölf. Die gleiche Zahl bekommt man, wenn man sieben mal vier (oder achtundzwanzig) drei mal addiert. Vierundachtzig Jahre beträgt die Umlaufzeit des Uranus um die Sonne. Der Planet braucht sieben Jahre, um jedes der zwölf Tierkreiszeichen zu durchlaufen. Der Durchgang des Uranus durch vier Zeichen dauert achtundzwanzig Jahre (2 + 8 = 10; 1 + 0 = 1): acht Zeichen brauchen sechsundfünfzig Jahre (5 + 6 = 1 1; 1 + 1 = 2), während der gesamte Umlauf die vollen vierundachtzig Jahre dauert (8 + 4 = 12; 1 + 2 = 3).

Uranus steht in enger Verbindung mit der Funktion des kollektiven Denkens, das die Verbindung zwischen dem einzelnen Menschen und der gesamten Menschheit bildet, wenn es die gesamte Menschheit erfasst. Die lange Dauer seines Umlaufs und seines siebenjährigen Durchgangs durch jedes der zwölf Zeichen ist in dieser Hinsicht sehr bezeichnend, er zeigt den Zyklus der allgemeinen menschlichen Entwicklung.

Die Sieben weist auf einen gesamten Manifestationszyklus hin; wenn
man sie mit vier multipliziert, ergibt das die Zahl achtundzwanzig: diese bedeutet eine Verankerung, eine Konkretisierung und Bereitschaft, an einem Wendepunkt, einer Krise weiterzugehen, um einen Abschluss und einen Übergang in eine neue Lebensphase zu bilden. Dem Astrologen wird auffallen, dass das achtundzwanzigste, sechsundfünfzigste und vierundachtzigste Lebensjahr mit Mondprogressionen und Saturntransiten zusammenfällt. Diese beiden planetarischen Durchgänge sind für die Art des psychologischen, entwicklungsmäßigen Wachstums des einzelnen Menschen in seiner oder ihrer Beziehung zum Stamm, zur Familie, zur Gesellschaft und schließlich für die Teilnahme am planetarischen Leben repräsentativ. Diese drei Perioden von achtundzwanzig Lebensjahren kann man wie folgt gliedern:Die Jahre 1 - 28: die Phase der Festigung und potentiellen Integration der Persönlichkeit: die Verankerung der Selbstwahrnehmung durch Stammes- und Familienbande: die Entfaltung des biologischen Karma. Die Jahre 29 - 56: die Spanne, in der die Persönlichkeit sich durch ihre verschiedenen gesellschaftlichen Rollen erweitert: die Entwicklung des Selbstbewusstseins durch das Karma des Kulturkreises; das Erwachen der Seelenpräsenz wird durch die Spannungen beschleunigt, die durch die eigenen sozialen Verantwortungen und das Bedürfnis nach Anerkennung in der Gesellschaft entstehen.
Die Jahre 57 - 84: in dieser Periode nimmt die Verankerung der Persönlichkeit in den drei niederen Trägern ab, und die Seelenkontrolle nimmt zu. Die Verantwortungen auf der Persönlichkeitsebene werden abgelöst durch die Einsicht, durch zunehmende Unpersönlichkeit einen Beitrag zum Kollektiven zu leisten. Die Verantwortung für eine größere Aufgabe im planetaren Leben wird von Interesse.


Auszug aus dem Buch von Alan Oken "Astrologie der Seele", erschienen1993 im Verlag Tabula Smaragdina S. 86 - 99