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Alte Weisheitslehren

Einführung

Die "Alten Weisheitslehren" habe ich kennengelernt in einem Ausbildungszyklus mit Alan Oken in Köln bei Heidi Treier. Er hat dort über 2 Jahre einen Zyklus abgehalten über die Grundlagen der ewig währenden Philisophie.

Er hat dieses sehr ausführlich dargestellt in seinem Buch "Astrologie der Seele", erschienen im Verlag "Tabula Smaragdina". Leider wurde dieses Buch nicht erneut wieder aufgelegt und ist nur noch antiquarisch zu haben (Übersicht bei
www.sfb.at).

Auch Douglas Baker, ein sehr geschätzter Esoteriker, Astrologe und Forscher der Philosophie der 7 Strahlen schreibt in seinem Buch "Das Juwel in der Lotusblüte" über die Postulate der Alten Weisheitslehren. Auch dieses Buch ist nur noch antiquarisch zu bekommen.

Die "Alten Weisheitslehren" haben ich mein "Welt- und Menschenbild" entdekct. Es ist sozusagen die Grundlage für mein Wirken in der Psychosynthese und der Astrologie.

Im folgenden möchte ich Auszüge aus dem Buch von Alan Oken "Astrologie der Seele" zu den "Alten Weisheitslehren darstellen:

Einführung von Alan Oken:

Wir leben in einer der großen Krisenzeiten in der Geschichte der Menschheit. Entscheidende Fragen über Krieg und Frieden, Armut und Reichtum. über Rassenkonflikte und politische und wirtschaftliche Kollisionen kommen von allen Seiten auf uns zu. Auch religiöse Spaltungen und die Auseinandersetzung zwischen der älteren Generation und der Jugend sind gravierend, und hinter all dem steht der Grundkonflikt zwischen materiellen und geistigen Werten, zwischen Eigeninteresse und Weltdienst. Und dennoch gibt es die globale Erkenntnis, daß die Menschheit in ein neues Zeitalter eintritt. Die Wissenschaft hat die Welt zur Einheit gemacht, und Wissen und Intelligenz der Menschheit sind größer denn je. Zahllose Bewegungen basieren auf gutem Willen und versuchen, eine bessere Welt zu schaffen, und die Einsicht wächst, daß die Menschheit wesensgemäß eine Einheit ist.

Die alten Weisheitslehren sind ein großes Kompendium von Faktoren, die gemeinsam den Bauplan zur Entfaltung des sichtbaren Universums ergeben. Da wir uns bemühen, die Astrologie als Instrument für eine intuitive Sicht in das innere Wesen und den Lebenszweck eines Menschen einzusetzen, ist es nötig, uns auf einige der wichtigsten Faktoren abzustimmen. So kann der esoterische Astrologe die Einsicht, die er aus diesen Lehren bekommt, auf die astrologischen Aussagen des Geburtshoroskops anwenden. Die erweiterte Vision, die auf diese Weise gewonnen wird, ermöglicht nicht nur eine neue, grundlegendere Auswertung des Geburtshoroskops, sondern erleichtert dem Astrologen auch seinen eigenen Lebensweg. Dieser geistige Bezug, die Konzentration auf Dienst, die Einstimmung auf Wahrheit und die geistigen Lehrer, die Orientierung zur Seele hin und die Geschicklichkeit, verschiedene Interpretationstechniken anwenden zu können, all das bereitet den Astrologen und Studierenden vor, am größeren Leben teilzuhaben.

Es folgen zehn wichtige, grundlegende Postulate aus den Alten Weisheitslehren. Ich glaube, wenn man sie einmal studiert und aufmerksam überdacht hat, werden sie bei der Beschreibung des Horoskops und der Beratung anderer Menschen sehr hilfreich sein. Es gibt noch viele solcher Grundvoraussetzungen, Gesetze und Prinzipien, von denen wir einige bereits besprochen haben. Durch das Studium und die Anwendung dieser Postulate wird der Leser einen weiteren Zugang zu jenen Faktoren und Techniken der esoterischen Interpretation finden, die Inhalt dieses Werkes sind.


Auszug aus dem Buch von Alan Oken "Astrologie der Seele", erschienen1993 im Verlag Tabula Smaragdina S. 86 - 99

Die Postulate in den Weisheitslehren

Hylozoismus

Postulat 1: Hylozoismus - alle Substanzen und Organismen, ob organisch oder anorganisch, sind mit Leben erfüllt. Das gilt für das kleinste mikroskopisch atomare Partikelchen bis hin zur Galaxie der Galaxien.

Das Wort Hylozoismus ist von zwei griechischen Wurzeln abgeleitet hylo, was "Holz" bedeutet und sich auch auf Materie bezieht, aus der etwas geschaffen wird, und zoe, was "Leben" bedeutet. Diese Bezeichnung besagt, dass in der gesamten Materie Leben ist. Die Mehrheit der heutigen Wissenschaftler wird sagen, dass alles Anorganische nicht lebendig ist, doch das ist eine Sache der Betrachtungsweise und der Messbarkeit. Man kann Materie rational nicht begreifen, man kann nur beobachten, beurteilen, analysieren, messen und beschreiben. Deshalb werden ein Fels oder ein Stück Blei leblos erscheinen. Wenn man mittels des intuitiven Seelenzentrums erlebt, welche Energie in diesem Stein oder Mineral steckt, dann wird das innere Leben - das Leben, das diese Substanz ist - sehr klar sichtbar, fühlbar, spürbar und bis zu einem gewissen Grad sogar dem Bewusstsein des Betrachters mitgeteilt. Der Stein oder das Stück Blei senden eine Emission aus, eine Emanation, die leicht erlebbar ist, wenn der rationale Verstand nicht so stark ausgeprägt oder der mentale Träger in den intuitiven integriert ist.

Die Religion auf Bali, in Indonesien, ist eine Form von animistischem Hinduismus. Ein Balinese mag einen Stein finden, dessen Form und Klang zu ihm "spricht". Es wäre ganz alltäglich, diesen nachher auf einem Altar zu entdecken, wo seiner lebendigen Gegenwart täglich geopfert wird. Der Stein wird als eine Verkörperung göttlicher Energie gesehen, und so ist es auch. Er weiß nicht, dass er lebt, aber er lebt, und in irgendeiner alchemistischen Weise schenkt er seinem Finder und dessen Familie Leben. Ein Tier weiß nicht, dass es lebt, aber versuchen sie, es zu fangen oder zu töten, dann sehen sie, wie schnell es läuft!

Was den Menschen von den Wesen der niederen Naturreiche unterscheidet, ist das Wissen, dass wir leben; manch einer weiß sogar, dass er geradezu von Leben erfüllt ist. Jene Wesen, die auf Bewusstseins- und Manifestationsebenen leben, die höher entwickelt sind als unser
menschliches Reich, wissen etwas mehr. Wir wissen, dass wir lebendig sind, sie wissen, dass sie Leben sind. Der Tibetische Meister würde sagen "Denke darüber nach."

Je größer die Fähigkeit des Menschen ist, das Leben wahrzunehmen und zu erfahren, das alle Formen verkörpert, umso größer ist die Präsenz der Seele. Gesund und ganzheitlich ist derjenige, der mit rationalem Verstand denken und gleichzeitig intuitiv wahrnehmen kann. Das bedeutet, dass zwischen Seele und Persönlichkeit schon ein hoher Grad an Verschmelzung stattgefunden hat. Man kann auch sagen, dass die esoterischen Herrscher der Zeichen wirksam sind und dementsprechend kann das Horoskop interpretiert werden.

Auszug aus dem Buch von Alan Oken "Astrologie der Seele", erschienen1993 im Verlag Tabula Smaragdina S. 86 - 99

Matrie und Geist als Schwingung

Postulat 2:

Was wir als Materie und als Geist identifizieren ist das gleiche, der Unterschied liegt in der Intensität der Vibration.

Materie ist Geist in dichtester Schwingung, und Geist ist Materie in subtilster Schwingung.

Die Dichte und Greifbarkeit der materiellen Welt rund um uns ist illusionär.

So können wir wie Einstein in seiner Relativitätstheorie sagen, dass Energie und Materie austauschbar sind. Und wir wissen, dass alles Leben Energie ist und dass jede Energie, die Leben ist, sich bewegt. Die Vibrationsfrequenz der Bewegung bestimmt die Manifestationsform der Energie. Das hat eine besondere Bedeutung für den Metaphysiker. Es ist auch eines der Grundprinzipien, das die evolutionsbedingten Unterschiede erklärt, die zwischen den Auswirkungen der Planeten- und Zeichenvibrationen auf die einzelnen Menschen bestehen. Ein höher entwickelter, seelenorientierter Mensch vibriert mit viel höherer Frequenz als jemand, der materiell gebunden und persönlichkeitszentriert ist. Die Art der Vibrationsfrequenz übt einen großen Einfluss darauf aus, ob man auf die exoterischen oder esoterischen Planetenherrscher anspricht. Außerdem zeigt sie an, weiche der drei Ausdrucksebenen des Tierkreiszeichens in dem betreffenden Leben vorherrscht.

Die Energie, die uns in Form eines Felsens begegnet, bewegt sich mit viel langsamerer Frequenz als die eines menschlichen Wesens. Für uns ist der Fels ein solider Stein, aber dem Felsen "erscheinen" wir als Licht. In unserem Hund sehen wir ein Haustier. Unser Hund sieht uns als seinen Gott. Wenn wir uns weiterentwickeln und sich der Pfad der Seele dem erwachenden Bewusstsein entsprechend entfaltet, beginnen wir, Dinge und Menschen mehr als Energie und weniger als nur greifbare Formen zu sehen. Diese Art der Wahrnehmung und der dazugehörige Kampf einer Person und die ständige Wechselbeziehung beider Ansichten müssen berücksichtigt werden. Die Entfaltung dieser Art Intuition ist für den seelenzentrierten Astrologen absolut wesentlich. Um das Horoskop korrekt zu lesen, muss er auf die Bewusstseinsebene des Betreffenden eingestimmt sein und nicht nur auf die Anordnung der Planetenstellungen. Eine solche Einstimmung rechtfertigt es, den Ansatz punkt des Horoskops und seine Auslegung auf der Ebene der himmlischen Energiequellen bis zu ihren irdischen

Entsprechungen zu deuten Je mehr jemand Leute, Orte, Dinge und besonders Ideen als Kombinationen verschiedener energetischer Frequenzen und Intensitäten wahr nimmt, desto größer ist die Seeleneinstimmung und konsequenterweise auch die Fähigkeit zu unpersönlicher und universaler Liebe.

Ein Vorteil, im Geburtshoroskop 'keine Planeten in Erdzeichen zu haben, ist das Potential für genau diese Art von "energetischer" Wahrnehmung. Hat eine seelenzentrierte Person keine oder wenig Erde im Horoskop, ist sie eher imstande, Dinge, Situationen, Menschen und Ideen zu durchschauen statt die anziehenden, gegensätzlichen oder beschränkten Eigenschaften ihrer verschiedenen Formen zu erleben. Diese Menschen merken bald, dass sie Träger sind, durch die höhere Energie wirken und Ausdruck finden. Auf der Persönlichkeits-Ebene zeigt sich das anders. In diesem Fall würde ein Geburtshoroskop ohne das Element Erde - durch den Aszendenten oder eine Planeten-Zeichen-Kombination - der betreffenden Person wenig praktische Begabung im Leben zuordnen. Eine gewisse Naivität wäre festzustellen und die Notwendigkeit, die Lektionen eines materiell verwurzelten Lebens zu lernen. In diesem Leben wäre es unter anderem nötig, die Lebensenergie mit der physischen Ebene zu integrieren und zu verschmelzen.

Wenn viele Planeten im Element Erde sind, gibt es zwei mögliche Tendenzen. Auf der Persönlichkeitsebene besteht die Neigung, alles als Form anzusehen; die Intuition ist sehr einschränkt, und der Mensch bleibt in der Formwahrnehmung stecken, ist von ihr gefangen und an sie gebunden, da er Form als das Wesentliche sieht. Wenn der Evolutionsgrad höher liegt, dann ist der "Erd-Mensch" durch frühere karmische Erfahrungen trainiert, die Beziehung zwischen Form und Essenz klar zu sehen. Er wird fähig sein, den Plan in der Form und die Form als Erweiterung des Planes zu erkennen, und aktiv auf eine bestimmte Art an der Veränderung auf der Erde mitzuarbeiten. Jemand, der keine Erde in seinem Horoskop hat, kann das zwar ebenfalls erkennen, es ist aber unwahrscheinlich, dass er diese Transformation materiell konkret ausführt. So jemand würde eher auf der mentalen, intuitiven oder emotionalen Ebene arbeiten, je nachdem, ob der elementare Schwerpunkt im Horoskop auf Luft, Wasser oder Feuer liegt. Mit "Plan" meine ich das Zentrum der innewohnenden Göttlichkeit - den Willen, der sich durch die von ihm geschaffenen Formen zu zeigen versucht. Dies ist, wie schon gesagt, die elementare Geist-Seele-Beziehung, die allem Leben innewohnt.

Es gibt Leute, die am Morgen ihren Haferbrei zubereiten und essen, " und das war's dann" - sie essen ihren Haferbrei. Es gibt andere, die
den gleichen Haferbrei zubereiten, aber da sie die göttliche Präsenz in allen Dingen und allen Tätigkeiten erkennen, tun sie das anders. Sie wissen, dass Gott das Hafermehl herstellt, dass Gott dieses Hafermehl ist und dass Gott sich an den Tisch setzt und sich selbst ißt. Die Form ist die gleiche "Ich esse meinen Haferbrei." Der Unterschied liegt darin, dass die Wahrnehmung unterschiedlich fokussiert ist: und das entsteht durch die Abweichung in der Vibrationsfrequenz des individuellen Bewusstseins.

Die Postulate 3, 4 und 5 sind eigentlich drei Facetten eines großen Gesetzes. Es ist das fundamentale Prinzip, auf dem die gesamte Wissenschaft der Astrologie - der exoterischen wie der esoterischen - beruht: das Gesetz der Entsprechung. Es kann auch mit den Worten "Wie oben, so unten" beschrieben werden. Die drei Postulate und dieses Gesetz sind so eng miteinander verbunden, dass wir zuerst alle drei anführen und sie anschließend gemeinsam besprechen werden.

Auszug aus dem Buch von Alan Oken "Astrologie der Seele", erschienen1993 im Verlag Tabula Smaragdina S. 86 - 99

Der Raum ist nicht leer

Postulat 3:

Der Raum ist nicht leer.

Was Raum zu sein scheint, ist das Feld des Bewusstseins, der Körper eines großen kosmischen Lebens, in dem jede Manifestation lebt, sich bewegt und ihr Sein hat.

Auszug aus dem Buch von Alan Oken "Astrologie der Seele", erschienen1993 im Verlag Tabula Smaragdina S. 86 - 99

Äther als Energiesubstanz

Postulat 4:

Die gesamte, unendliche Zahl der Teile dieses großen Lebens ist durch eine Energiesubstanz namens Äther miteinander verbunden.

Daher pulsiert die kleinste Zelle und strahlt die größte Sonne, nicht ohne dass ihre Vibrationen und Energien im ganzen Kosmos zu spüren sind.

Auszug aus dem Buch von Alan Oken "Astrologie der Seele", erschienen1993 im Verlag Tabula Smaragdina S. 86 - 99

JedesLeben lebt in einem Körper eines größeren Lebens

Postulat 5: Jedes und alles von diesen "geringen Leben" lebt im Körper und Bewusstsein eines größeren Lebens.

Für denjenigen, der die Alten Weisheitslehren studiert, und besonders für den seelenbezogenen Astrologen sind die Planeten individuelle Wesenheiten, die in jenem größeren Organismus leben, den wir das Sonnensystem nennen. Die elektromagnetischen Kraftfelder, die zwischen diesen Globen existieren, sind als die Ausdrucksträger der miteinander verbundenen Bewusstseinseinheiten dieser planetarischen Wesenheiten zu betrachten. Die Modifikationen dieser Kraftfelder der kosmischen Geometrie, die der Astrologe "planetarische Aspekte" nennt, sind als die Ergebnisse eines von der göttlichen Intelligenz angeordneten Planes anzusehen, wie ihn die Planeten offenbaren. Wie wir bald sehen werden, spielen auch die Sieben Strahlen bei der Entfaltung des schöpferischen Bewusstseins eine wichtige Rolle. Diese gesamte Wechselwirkung der Kräfte und Leben ist bewusst und lebendig. Der ganze sichtbare "Raum", der sich zwischen den Planeten in unserem Sonnensystem befindet - ja, im ganzen Universum -, ist völlig ausgefüllt und genau jenes Körpergefüge des göttlichen Organismus, in dem wir leben, uns
bewegen und unser Sein haben. Die Astrologie in ihren beiden Formen, der esoterischen und der exoterischen, ist ein System, das sich entwickelt und das daran arbeitet, einige dieser Facetten dieses kosmischen Schauspiels zu beurteilen und zu erklären.

Wenn ein Mensch sich bemüht, die eigene Bewusstheit zu steigern, wird er bei der Anstrengung, sich zu erweitern, zu der Einsicht kommen, dass er im Entwurf des universalen Planes mit eingeschlossen ist. Wir sehen allmählich, was uns im Leben ein leerer Raum zu sein scheint - vielleicht, weil ein Partner uns verlassen hat oder wir ein Gedankenmuster aufgegeben haben, weil es nicht mehr nützlich ist, oder ein Berufswechsel oder eine andere Änderung in unserem Leben -, dass das alles keineswegs Leere ist. Der eigentliche Kern einer solch scheinbaren Leere besteht in der Energie des Prozesses und der Umformung. Ein solcher Prozess ist kein leerer Raum! Die frühere äußere Form der Lebensenergie mag sich aufgelöst haben, aber was bleibt, sind die Partikel und Stücke, die transformiert und wieder neu zusammengefügt werden müssen. Es erfordert allerdings oft beträchtliche Konzentration und innere Arbeit auf der emotionalen, der mentalen und auf höheren Ebenen, um zu einer anderen Liebe, zu einer anderen Gedankenform oder ein neues berufliches Interesse zu finden. Die 'Leerräume', die notwendig sind, um diese Arbeit zu leisten, sind mit der Energie der Lebenskraft erfüllt, die wir bewusst zum Ausdruck bringen, indem wir unsere eigene schöpferische Energie zusammennehmen - unseren eigenen Willen in der rechten Weise einsetzen, unseren eigenen Willen zum Sein. Das Gesetz der Entsprechung zeigt, dass gerade solche Zeiten in unserem Leben dazu da sind, um kreative Ziele zu verwirklichen, ebenso wie auch das Leben der 'größeren Leben' seine enormen, kreativschwangeren Räume im Universum zur Förderung seiner Kreativität hat.

Alles Leben kommt von dem einen Leben. Daher besteht eine wesenhafte Verwandtschaft zwischen allen Formen dieses Lebens. In unserem Sonnensystem ist die Qualität des Bewusstseins dieser stofflichen Verwandtschaft - das, was dem Gesetz der Anziehung zugrunde liegt - die Liebe. Die Struktur tätiger göttlicher Intelligenz in unserem Sonnensystem durch Saturn dargestellt, ist der Träger für das Netzwerk dieser natürlichen Anziehungskräfte. Diese Strukturen entstehen durch verschiedene Dichte im kosmischen Äther, die Ur-Bausubstanz des Universums _ den "Fäden der Manifestation", die zu den verschiedenen "Stoffen und Geweben" des Lebens verwoben werden. Die Metaphysik erläutert uns diesen Webvorgang, während die Astrologie viel über die Art und den Zweck des Stoffes enthüllt und auch über die Zeit, die man zu seiner Herstellung braucht.

Die Art des Netzwerkes des Lebens und die innewohnende, magnetische Anziehungskraft zwischen allen manifesten Formen sind wichtige Bestandteile des Gesetzes der Entsprechungen. Es ermöglicht der Persönlichkeit, sich mit der Seele zu verbinden ebenso wie der Seele, sich mit ihrer Quelle, der Monade - unserem geistigen Selbst zu vereinen (siehe Diagramm 6). Das Gesetz der Übereinstimmung ermöglicht uns, mit unserer geistigen Essenz eins zu werden. Die Bindung wird durch verschiedene dynamische Methoden für geistiges Wachstum ermöglicht: Meditation. Gebet und Invokation. Meditation konzentriert die magnetische Anziehung zwischen der Seele und der Persönlichkeit. Gebet bestätigt göttliche Präsenz in unserem Leben und als unser Leben, und Invokation, eine Wissenschaft für sich, bringt Kraft in die Manifestation. Affirmation ist eine Technik der Invokation, die sich mehr und mehr verbreitet, indem wir uns durch geistige Verantwortung den Aufgaben
des Neuen Zeitalters annähern.

Die menschliche Monade ist die ursprüngliche Quelle aller unserer Inkarnationen. Eben dieses individualisierte "Licht aus dem Quell im Denken Gottes" ist es, das uns direkt mit dem Universalen, dem Schöpferischen, dem Denken, dem Geist verbindet und das dieser Geist ist. Diese Monade ist Göttlichkeit, die sich in Menschengestalt inkarniert. Wie das folgende Diagramm zeigt, ist auch die Monade ihrer Natur nach eine Dreieinigkeit, und jeder der drei Teile steht mit einem der drei Teile der beiden anderen in Verbindung.

Persönlichkeit - Seele - Monade bilden gemeinsam die heilige Triade des Menschen und sind der Archetyp des schöpferischen Ausdrucks, wie wir ihn kennen. Diese drei Dreiecke, ihre neun Einzelteile und die Strahlenenergien, die mit ihnen in Verbindung stehen, sind die wesentlichen Aspekte der seelenzentrierten Astrologie.

Auszug aus dem Buch von Alan Oken "Astrologie der Seele", erschienen1993 im Verlag Tabula Smaragdina S. 86 - 99

Leben nach dem Bild Gottes erschaffen

Postulat 6: Jedes der "geringeren Leben" ist nach dem Bilde Gottes geschaffen.

Jeder von uns hat einen direkten "Draht" und eine Vertrautheit zwischen sich und seiner Göttlichkeit. In dieser Hinsicht ist ein Mensch nach dem Bilde Gottes geschaffen. Postulat 7, 8 und 9 wird die Struktur dieser göttlichen Prägung näher beschreiben. Auch wenn der Mensch ein Gott ist und eins mit Gott, so ist Gott dennoch kein Mensch, außer, er inkarniert sich in Menschengestalt. Es gibt ein Zitat aus dem schönen alten Hindutext, der Bhagavad Gita, das diese Aussage erläutern kann. Da sagt Brahma, Gott, der Schöpfer, zu seinem Jünger Arjuna "Nachdem ich das Universum mit einem Teil meiner selbst durchdrungen habe, bleibe ich bestehen."

Diese Aussage ist ein prägnanter Ausdruck all dessen, was in den Postulaten 3, 4 und 5 und in dem großen Gesetz der Übereinstimmung enthalten ist. Dieser Satz bedeutet, dass Göttlichkeit immer eine Ganzheit ist, auch dann, wenn sie sich durch ihre unendlich vielen Teile verkörpert. Auch in diesen Teilen ist sie ganz, und sie ist ganz, jenseits ihrer Teile. Göttlichkeit ist immanent und transzendent eine Ganzheit. Sie ist größer als die Summe ihrer Teile und sie ist die Summe ihrer Teile.

Die Dualität des Fische-Zeitalters beruhte vor allem auf der transzendenten Natur der Gottheit. Dadurch sah man Gott "oben" und die Menschen "unten". Praktisch schwächte dieses Paradigma die Fähigkeit des Menschen, seinen schöpferischen Willen einzusetzen und selbst die Verantwortung zu übernehmen. Die Dualität des Wassermann-Zeitalters konzentriert sich auf die Einheit der beiden Naturen des göttlichen Ausdrucks auf den transzendenten wie den immanenten. Dieses im Wesen vereinte Zentrum des sichtbaren Universums wird immer mehr zum geistigen Grundsatz der neuen Ära. Auf diese Art erkennt
der/die einzelne den innewohnenden geistig kreativen Willen und die Verbundenheit mit der gesamten Menschheit. Dies wird im Laufe der Zeit zum Gruppenbewusstsein führen, das das kommende Zeitalter kennzeichnen wird.

Auszug aus dem Buch von Alan Oken "Astrologie der Seele", erschienen1993 im Verlag Tabula Smaragdina S. 86 - 99

Alles Sichtbare ist Energie in verschiedenen Formen.

Postulat 7

Alles Sichtbare ist Energie in verschiedenen Formen.

Sie fließt aus der Quelle, und diese nimmt sie wieder in sich zurück, nachdem sie sich durch Formen und Zyklen ausgedrückt hat.

Auszug aus dem Buch von Alan Oken "Astrologie der Seele", erschienen1993 im Verlag Tabula Smaragdina S. 86 - 99

Es gibt keinen absoluten Tod

Postulat 8:

Es gibt keinen absoluten Tod.

Es gibt nur Verwandlung der Form und des Zustandes.

Der Kreislauf von Geburt und Wiedergeburt ist endlos, bis dem Gesetz von Ursache und Wirkung (Karma) Genüge getan ist.

Dann ist die Einheit erreicht und es erfolgt keine Wiedergeburt mehr.

In jedem der jeweiligen Manifestationszyklen wurde die gesamte Substanz gleichzeitig im Urknall geboren. Das Gesetz der Wiedergeburt und das Gesetz der Wiederkehr der Materie besagt, dass es schon viele solcher Urknalle gegeben hat und noch geben wird. Das Universum begann mit diesem zyklischen Anfang und entfaltet sich durch die Erschaffung von Myriaden eigener Ausdrucksformen und bleibt dabei im Wesen immer Eines. All seine Formen entströmen derselben Quelle und werden aus dem gleichen ursprünglichen Äther, dem grundlegenden Baumaterial, geschaffen. So, wie wir beim Atmen während unseres gesamten Lebenszyklus zwischen Ein- und Ausatmen wechseln, so wird auch der gegenwärtige Zyklus der Erscheinungsformen des Universums wieder von der Quelle "eingeatmet" werden, wenn er diesen Inkarnationszyklus beendet hat. Später, nach einer gewissen Periode. wird sich das Universum wieder neu gebären, doch in anderer Ausdrucksform. Die Alten Weisheitslehren sagen uns, dass die kosmische Reinkarnation ein unendlicher Prozess ist.

Dieser besagte Vorgang hat in der menschlichen Existenz seine eindeutige Entsprechung. Jeder von uns wird durch einen Vorgang geboren, bei dem ein Aspekt der Seele sich mit dem mentalen, dem astral/ emotionalen und dem physischen Körper "bekleidet". Jeder von uns hat eine Lebensspanne, in der auf der individuellen wie auch auf der kollektiven Ebene die Möglichkeit zur Seelendurchdringung und für evolutionäres Wachstum besteht. Zur geeigneten Zeit beginnt die Seele innerhalb dieses Zyklus, sich von ihren drei niederen Trägern zu entfernen, und nimmt die Information der Erfahrungen dieser Inkarnation in sich auf. Später, in einem weiteren günstigen Augenblick, tritt sie in den verschiedenen Dichten der drei "niedereren Welten", die für das Karma geeignet sind, wieder in Erscheinung. Das Geburtshoroskop beruht natürlich auf diesen "geeigneten" und karmisch eingeleiteten Momenten. Die Interpretation der exoterischen Methode enthüllt das Wechselspiel der Energien, in und durch diese drei dichtesten Träger. Die Beschreibung des Horoskops nach der seelenzentrierten Methode zeigt, zu welchem Zweck sich die Seele inkarniert hat sowie ihre Beziehung zur Dreiheit der Persönlichkeit.

Es gibt noch einen anderen Aspekt dieser zyklischen Geburten. Geburt, Lebensspanne, das, was wir Tod nennen, und der synthetische Prozess der Absorption, der folgt, wenn die Lebenskraft den physischen Körper verlassen hat, dies alles ist der Schlüssel zum Rhythmus der Evolution. Er offenbart auch die grundlegende Liebesqualität an der Wurzel jeder Erscheinungsform in diesem speziellen Sonnensystem.

Der Zweck der Involution ist es einerseits, dem Geist zu ermöglichen, die Materie mehr und mehr zu durchdringen, andererseits der Materie und allem Materiellen zu ermöglichen, ihre Geistigkeit zu erkennen. Durch den Prozess der Evolution wird die mehr und mehr vergeistigte, sich selbst erkennende Materie in die Quelle ihrer Schöpfung wieder zurückgenommen. Jeder von uns, der "heimkommt", bringt mehr zurück, als er beim Verlassen hatte. Der Pfad der Rückkehr sieht so aus: je näher wir an das geistige Selbst herankommen, umso deutlicher wird unsere Göttlichkeit. Dies beruht auf der Erweiterung unseres Bewusstseins, und diese Bewusstseinsentfaltung ist eine Funktion der Seele aus dem Liebesaspekt der Gottheit.

Die Gnade Gottes liegt in dieser zunehmenden Selbst-Verwirklichung. Die Göttlichkeit als geistiger Wille fährt fort, sich zu manifestieren, während die Seele als Liebe weiter die Ausdrucksträger für ihn schafft. Je mehr wir die Seele verwirklichen, desto eher erkennen wir den geistigen Willen, der das Wesen unseres Seins ist. Die Persönlichkeit stellt den Träger für die Intelligenz oder die verbindenden Aspekte des Lebens bereit, damit sich diese mit der Materie vermischen und mit ihr zusammen wirken können und schafft damit neue Ausdrucksmöglichkeiten für den Geist in der Form. So, wie die Gottheit durch die Schaffung ihrer Ausdrucksformen "sich selbst" erkennt, so können wir als ihre Manifestationsformen uns als sie erkennen. Das ist der eigentliche Zweck des Lebens - durch Bewußtsein zu erkennen, dass wir das Leben sind. Im Wassermann-Zeitalter wird jeder von uns zu dieser Erkenntnis gelangen, indem er der Menschheit dient und entsprechend den Gesetzen und Prinzipien des neuen Zeitalters lebt.

Die nächsten beiden Postulate beschreiben ein sehr wichtiges okkultes Prinzip - das Gesetz der Sieben.

Auszug aus dem Buch von Alan Oken "Astrologie der Seele", erschienen1993 im Verlag Tabula Smaragdina S. 86 - 99

Unser Sonnensystem hat eine siebenfache Natur

Postulat 9:

Unser Sonnensystem hat eine siebenfache Natur.

Es ist in Wechselbeziehung mit sieben kosmischen Lichtströmen unseres Universums, deren Energien es erwidert.

Die Energieausstrahlungen dieser Quellen nennt man die Sieben Strahlen, von denen jede ihre spezifischen Qualitäten der Formentfaltung und Schwingung hat.


Die Pythagoräer nannten die Nummer Sieben "der Verehrung würdig". Die Studierenden der esoterischen Mathematik wussten, dass die Zahl sieben eine große Bedeutung in den heiligen Lehren hat. Sie repräsentiert die schöpferischen Kräfte der sieben Geistwesen vor dem Thron Gottes, auch die Erzengel genannt. Sieben ist daher die Zahl des kosmischen Gesetzes, denn durch diese sieben Urkräfte erschafft und baut der Eine das grundlegende Gefüge des sichtbaren Universums. Diese Siebenzahl von Kräften ist bei der seelenzentrierte Astrologie wichtig und als die Sieben Strahlen bekannt. Es gibt viele Siebenerreihen, sowohl in den Alten Weisheitslehren als auch in der seelenzentrierten Astrologie. Die wichtigsten davon sind folgende:die sieben Manifestationsebenen die sieben Naturreichedie sieben Bewusstseinsebenen

die sieben Chakras oder Kraftzentren die sieben heiligen Planetendie sieben Wurzelrassen des Menschen die sieben Strahlen

Die Alten Weisheitslehren sagen, dass unser Sonnensystem eines von sieben miteinander in Verbindung stehenden Sternsystemen ist. Jedes von ihnen ist ein riesiges Zentrum, ein Wirbel von Lebensenergie im Körper einer großen Wesenheit. Diese Gottheit nennt man den "Einen, über den nichts gesagt werden kann", denn so unsagbar groß ist sein Bewusstsein und die Reichweite seines Seins. Jedes dieser Systeme ist auch der ursprüngliche Träger des Ausdrucks des einen oder anderen der Sieben Strahlen. Von unserem Sonnensystem heißt es, dass es das Herzzentrum des Einen sei - und somit der Träger für den zweiten Strahl, den Strahl der Liebe und Weisheit. So wird das Bewusstsein unseres Sonnensystems mit Liebe und Weisheit ausgestattet, denn es ist auch lebendig und die unmittelbare Göttlichkeit, in der wir leben, uns bewegen und unser Sein haben. Ein Mensch wird bewusster, je mehr er liebt, und wenn er mehr liebt, wird er bewusster. In unserem Sonnensystem bedeuten und sind "Liebe" und "Bewusstsein" dasselbe. Alle individuellen und alle Menschheits-Probleme haben mit dem blockierten Fluss von Liebe/Bewusstsein zu tun, und - was am wichtigsten ist - sie lassen sich durch den Fluss von Liebe und Bewusstsein lösen. Sobald die Blockade aufgelöst ist und ein Kanal für die Liebe- und Bewusstseins-Energie geöffnet ist, wird die notwendige Heilung möglich. Dann ersetzt Überfluss jede Form des Mangels, und Gleichgewicht wird wieder hergestellt!

Alle menschlichen Wesen haben sieben Wirbel der Lebensenergie; das gleiche gilt für jeden Planeten und für jedes Sonnensystem. Der okkulte Ausdruck für diese Kraftzentren ist Chakra und ist vom Sanskritwort
für "Rad" abgeleitet. In unserem Sonnensystem sind die sieben Chakras oder Ausdrucksformen für den zweiten Strahl der Liebe und Weisheit folgende Planeten Vulkan, Merkur, Venus, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Jeder dieser sieben Planeten steht mit einem der Sieben Strahlen in Verbindung. Schließlich entspricht jeder dieser sieben Planeten, Strahlen und Chakras einer endokrinen Drüse und/oder einem Teil des menschlichen Körpers. Damit besteht eine unmittelbare Verbindung vom menschlichen Herzen zum Herzen des Einen, über den nichts gesagt werden kann. Diese Beziehung basiert auf dem Gesetz der Entsprechungen und zeigt sich durch das Gesetz der Sieben. Im Universum geschieht nichts, was nicht zu allen Manifestationsebenen in Beziehung steht. Das Gesetz von Ursache und Wirkung (Karma) ist stets in inniger Wechselwirkung mit all diesen Strukturen und verbindet sie untereinander. Durch die Erweiterung unseres Gewahrseins erkennen wir diese Realität, und die Verwirklichung der Liebe macht uns diese Einheit bewußt. Das Zusammenspiel der Planeten, Strahlen. Chakras und der physischen Organe ist von vitaler Bedeutung für die Art der Struktur jener Gesetze, Energien und Methoden der Horoskopzeichnung, auf denen die Beschreibung der seelenzentrierten Astrologie beruht.

Auszug aus dem Buch von Alan Oken "Astrologie der Seele", erschienen1993 im Verlag Tabula Smaragdina S. 86 - 99

Die 3 Kreuze und die vier Elemente

Postulat 10:

Diese siebenfältige Natur ist zum Zweck der Manifestation in die Drei (symbolisiert durch das Dreieck) und die Vier aufgeteilt (symbolisiert durch das Viereck und das gleicharmige Kreuz).

Die Drei ist immer die Triade. Deren grundlegende Bedeutung ist Geist, Seele, Materie. Wir haben auch über die Auswirkung der Drei als Monade, Seele und Persönlichkeit gesprochen. Wir werden die Drei kurz als die Triade der Hauptstrahlen besprechen Strahl eins des Willens, Strahl zwei der Liebe und Strahl drei der Intelligenz.

Als die Eins ist der Geist der göttliche Vater als Schöpfer. Als die Zwei ist der Geist die große Mutter, der Erhalter des Lebens. Aber als die Drei sehen wir die Gottheit, wie sie Formen Leben gibt, und damit stellt die Triade das Wechselspiel zwischen Geist und Seele, männlich und weiblich dar. Man kann daher von der Drei sagen, dass sie die kreative Kraft des Lebens in tätiger Manifestation ist.

Die Vier ist Repräsentant der Verfestigung der Manifestation in all die Myriaden seiner Formen. Die Vier bedeutet Geist, Seele, Materie konkretisiert, also geboren. Sie ist auch die Zahl des Fundamentes, der Struktur und der Wurzeln. Die Vier steht mitten zwischen der Eins und der Sieben, und damit bedeutet sie immer den Wendepunkt in einem Zyklus und den Punkt, an dem die Spannung im Gleichgewicht gehalten wird. Den vierten Strahl nennt man zum Beispiel "Harmonie durch Konflikt". Das vierte Reich der Sieben ist das menschliche Reich, das auf halbem Weg zwischen den drei niederen und den drei höheren Naturreichen steht. Wir werden bald sehen, dass das vierte Chakra das Herzzentrum ist und dass es wie die Menschheit zwischen den drei Zentren des Persönlichkeitsausdrucks und denjenigen der Seele liegt.

Wenn wir drei und vier zusammenzählen - wenn der Geist durch die Geburt seiner Formen das Wechselspiel startet - haben wir einen Manifestationszyklus, eine Sieben. Aber wenn wir drei mit vier multiplizieren, erhalten wir eine andere (besonders für Astrologen) sehr wichtige Zahl, nämlich die Zwölf. Die Multiplikation ermöglicht eine größere Differenzierung der Energie als die Addition. Zwölf zeigt das gesamte Potential an, das sich durch die Verteilung und die Verbreitung der Energie ergibt. Wenn wir jedoch die beiden Ziffern addieren, die die Zahl 12 bilden, bekommen wir (1 + 2) = 3. So ist die Zwölf eine unmittelbare Erweiterung der in der Drei enthaltenen Kräfte, wenn sie mit 4 multipliziert werden, der Zahl der Konkretisierung der Materie. Zwölf gibt einem großen Gefüge Raum und einer Vielfalt von Lebensformen, die sich durch sie verwirklichen. Einige der wichtigeren Zwölfen sind:

die zwölf Zeichen des Tierkreises (die auf den drei Dynamiken, kardinal, fix und beweglich und auf den vier Grundelementen Feuer, Erde, Luft und Wasser beruhen).die zwölf Stämme Israels (ebenso wie die zwölf Propheten und die zwölf Patriarchen)die zwölf Tore des Himmels. die zwölf Apostel Jesu.

Lassen Sie uns zum Abschluss noch eine andere Zahl anführen, die vom astrologischen und metaphysischen Standpunkt aus ganz interessant ist, die Zahl vierundachtzig, entstanden aus der Multiplikation sieben mal zwölf. Die gleiche Zahl bekommt man, wenn man sieben mal vier (oder achtundzwanzig) drei mal addiert. Vierundachtzig Jahre beträgt die Umlaufzeit des Uranus um die Sonne. Der Planet braucht sieben Jahre, um jedes der zwölf Tierkreiszeichen zu durchlaufen. Der Durchgang des Uranus durch vier Zeichen dauert achtundzwanzig Jahre (2 + 8 = 10; 1 + 0 = 1): acht Zeichen brauchen sechsundfünfzig Jahre (5 + 6 = 1 1; 1 + 1 = 2), während der gesamte Umlauf die vollen vierundachtzig Jahre dauert (8 + 4 = 12; 1 + 2 = 3).

Uranus steht in enger Verbindung mit der Funktion des kollektiven Denkens, das die Verbindung zwischen dem einzelnen Menschen und der gesamten Menschheit bildet, wenn es die gesamte Menschheit erfasst. Die lange Dauer seines Umlaufs und seines siebenjährigen Durchgangs durch jedes der zwölf Zeichen ist in dieser Hinsicht sehr bezeichnend, er zeigt den Zyklus der allgemeinen menschlichen Entwicklung.

Die Sieben weist auf einen gesamten Manifestationszyklus hin; wenn
man sie mit vier multipliziert, ergibt das die Zahl achtundzwanzig: diese bedeutet eine Verankerung, eine Konkretisierung und Bereitschaft, an einem Wendepunkt, einer Krise weiterzugehen, um einen Abschluss und einen Übergang in eine neue Lebensphase zu bilden. Dem Astrologen wird auffallen, dass das achtundzwanzigste, sechsundfünfzigste und vierundachtzigste Lebensjahr mit Mondprogressionen und Saturntransiten zusammenfällt. Diese beiden planetarischen Durchgänge sind für die Art des psychologischen, entwicklungsmäßigen Wachstums des einzelnen Menschen in seiner oder ihrer Beziehung zum Stamm, zur Familie, zur Gesellschaft und schließlich für die Teilnahme am planetarischen Leben repräsentativ. Diese drei Perioden von achtundzwanzig Lebensjahren kann man wie folgt gliedern:Die Jahre 1 - 28: die Phase der Festigung und potentiellen Integration der Persönlichkeit: die Verankerung der Selbstwahrnehmung durch Stammes- und Familienbande: die Entfaltung des biologischen Karma. Die Jahre 29 - 56: die Spanne, in der die Persönlichkeit sich durch ihre verschiedenen gesellschaftlichen Rollen erweitert: die Entwicklung des Selbstbewusstseins durch das Karma des Kulturkreises; das Erwachen der Seelenpräsenz wird durch die Spannungen beschleunigt, die durch die eigenen sozialen Verantwortungen und das Bedürfnis nach Anerkennung in der Gesellschaft entstehen.
Die Jahre 57 - 84: in dieser Periode nimmt die Verankerung der Persönlichkeit in den drei niederen Trägern ab, und die Seelenkontrolle nimmt zu. Die Verantwortungen auf der Persönlichkeitsebene werden abgelöst durch die Einsicht, durch zunehmende Unpersönlichkeit einen Beitrag zum Kollektiven zu leisten. Die Verantwortung für eine größere Aufgabe im planetaren Leben wird von Interesse.

Auszug aus dem Buch von Alan Oken "Astrologie der Seele", erschienen1993 im Verlag Tabula Smaragdina S. 86 - 99

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