6. Postulat

Postulat 6: Jedes der "geringeren Leben" ist nach dem Bilde Gottes geschaffen.

Jeder von uns hat einen direkten "Draht" und eine Vertrautheit zwischen sich und seiner Göttlichkeit. In dieser Hinsicht ist ein Mensch nach dem Bilde Gottes geschaffen. Postulat 7, 8 und 9 wird die Struktur dieser göttlichen Prägung näher beschreiben. Auch wenn der Mensch ein Gott ist und eins mit Gott, so ist Gott dennoch kein Mensch, außer, er inkarniert sich in Menschengestalt. Es gibt ein Zitat aus dem schönen alten Hindutext, der Bhagavad Gita, das diese Aussage erläutern kann. Da sagt Brahma, Gott, der Schöpfer, zu seinem Jünger Arjuna "Nachdem ich das Universum mit einem Teil meiner selbst durchdrungen habe, bleibe ich bestehen."

Diese Aussage ist ein prägnanter Ausdruck all dessen, was in den Postulaten 3, 4 und 5 und in dem großen Gesetz der Übereinstimmung enthalten ist. Dieser Satz bedeutet, dass Göttlichkeit immer eine Ganzheit ist, auch dann, wenn sie sich durch ihre unendlich vielen Teile verkörpert. Auch in diesen Teilen ist sie ganz, und sie ist ganz, jenseits ihrer Teile. Göttlichkeit ist immanent und transzendent eine Ganzheit. Sie ist größer als die Summe ihrer Teile und sie ist die Summe ihrer Teile.

Die Dualität des Fische-Zeitalters beruhte vor allem auf der transzendenten Natur der Gottheit. Dadurch sah man Gott "oben" und die Menschen "unten". Praktisch schwächte dieses Paradigma die Fähigkeit des Menschen, seinen schöpferischen Willen einzusetzen und selbst die Verantwortung zu übernehmen. Die Dualität des Wassermann-Zeitalters konzentriert sich auf die Einheit der beiden Naturen des göttlichen Ausdrucks auf den transzendenten wie den immanenten. Dieses im Wesen vereinte Zentrum des sichtbaren Universums wird immer mehr zum geistigen Grundsatz der neuen Ära. Auf diese Art erkennt
der/die einzelne den innewohnenden geistig kreativen Willen und die Verbundenheit mit der gesamten Menschheit. Dies wird im Laufe der Zeit zum Gruppenbewusstsein führen, das das kommende Zeitalter kennzeichnen wird.


Auszug aus dem Buch von Alan Oken "Astrologie der Seele", erschienen1993 im Verlag Tabula Smaragdina S. 86 - 99